Häufige Harnwegsinfekte – Wissen, Erfahrungen und Tipps

Viele Frauen leiden unter immer wiederkehrenden Blasenentzündungen. Ich kann selbst ein Lied davon singen…
Es ist mir wichtig, nochmal deutlich darauf hinzuweisen, dass dieser Artikel keine ärztliche Behandlung oder Untersuchung ersetzt.

Ich habe selbst eine Vielzahl an Behandlungen hinter mir, und ich kann auch nicht ganz konkret sagen, was den Durchbruch gebracht hat. Ich denke, es ist die Kombination vieler Dinge, die langfristig helfen.
Schreib auch gerne deine Erfahrungen in die Kommentare!

Kurz zu meiner Leidensgeschichte: Mit 20 Jahren fingen bei mir Blasenentzündungen an. Ich hatte dann 2-3 Harnwegsinfekte (HWI) im Jahr, über mehrere Jahre. Dann war ich 5 Jahre lang beschwerdefrei. Ich weiß nicht, was sich geändert hat, aber ich blieb nicht dauerhaft verschont.
Jetzt bin ich wieder seit fast zwei Jahren beschwerdefrei!
Durch häufige Antibiotikaeinnahme, immer wieder Reizungen in der Blasenschleimhaut und der Harnröhre, entsteht schnell mal ein Teufelskreis. Wie ich diesem Kreislauf ausbrechen konnte, welche Erfahrungen ich gemacht habe und was ich sonst noch recherchiert habe, habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst.

ursache finden

Einen Auslöser zu finden ist nicht einfach. Partnerwechsel, hormonelle Umstellungen, Veränderungen in der Darm- und Scheidenflora, Menopause, Organsenkungen… können mögliche Auslöser sein. Auch Stress und das Trinkverhalten spielen eine große Rolle.
Frauen sind häufiger betroffen, weil die Harnröhre kurz ist und so Keime leichter aufsteigen können.
Bei mir waren die HWI immer 2 Tage nach Geschlechtsverkehr. Was war aber anders wenn es zu einem Infekt kam, als an anderen Tagen, wo meine Blase die Keime offensichtlich gut abwehren konnte? Darauf konnte mir niemand eine Antwort geben.

ärztliche, urologische abklärung

Um ernsthafte Erkrankungen der Blase oder Nieren auszuschließen, solltest du auf alle Fälle eine/n Urolog*in konsultieren.
Es wird sicher eine Harnkultur angelegt. Weitere Untersuchungen können zum Beispiel sein:  Ultraschall, Harnröhrenkalibrierung, Blasenspiegelung, Urodynamik…
Als bei mir alles abgeklärt war, bekam ich von meinem Hausarzt eine Kur Urovaxom verschrieben, es hat mir gut geholfen. Das Medikament muss allerdings in Österreich vom Chefarzt bewilligt werden.

physiotherapie/Osteopathie

Bei Restharn, Senkungen, Beckenbodenverspannungen/-schwäche uvm können physiotherapeutische und osteopathische Techniken helfen. Kontakte in Österreich findest du hier! 
Mit Elvie* kannst du deinen Beckenboden auch zu Hause ganz einfach trainieren. Mit dem Code „pinkhoeckner“ bekommst du 20,-€ Rabatt.

Spannungen, die von den Beckenorganen ausgehen, können auch einen Einfluss auf die Lendenwirbelsäule, das Kreuzbein, die Hüften, das Zwerchfell und weiterlaufend auch auf Brustkorb, Halswirbelsäule und Schultern haben.
So können Probleme in der Lendenwirbelsäule deine Blasensymptome beeinflussen, aber genauso kann umgekehrt Spannung in deiner Blase Beschwerden in der Lendenwirbelsäule auslösen oder verstärken.

genügend trinken

Einfach und doch nicht! 😉 Richte dir immer eine Thermoskanne warmes Wasser, so hast du die Kontrolle wieviel du trinkst. Warum warmes Wasser? Deine Nieren mögen es lieber warm, dein Körper muss es nicht erst aufwärmen.
Auch warmes und frisch gekochtes Essen stärkt deine Verdauung und deine Nierenkraft.

warme füße und Nieren

Achte darauf, dass dein Nierenbereich und deine Füße immer warm gehalten werden. Ich trage seit Jahren immer ein Unterhemd, außer im Hochsommer. Wenn deine Füße trotz Socken immer kalt sind, massiere sie regelmäßig mit einem Igelball* und bewege sie zwischendurch, so förderst du die Durchblutung.
Kalte Füße sind in der TCM auch ein Zeichen für schwache Nieren. Hier findest du noch einen interessanten Beitrag, wie du mit TCM-Ernährung deine Nieren stärken kannst.

spannungen im körper ausgleichen

Durch eine Blasenentzündung kann viel Spannung im gesamten Beckenbereich entstehen. Der Detrusor (Blase) dehnt sich nach HWI nicht so gern, oder reagiert mit sehr starkem Harndrang. Der Beckenboden muss dem hyperaktiven Detrusor entgegenwirken und kann verspannen.
Auch Probleme in der Lendenwirbelsäule haben eine Auswirkung auf die Organe im kleinen Becken, da von dort die Nervenversorgung kommt. Spannungen verändern auch die Durchblutung und den venösen Rückstrom.
Ebenso sind Stress, psychische Belastung, Sorgen und innere Anspannung mit im Boot.
Helfen kann Physiotherapie von spezialisierten Therapeut*innen, Yoga, Atemübungen und Entspannungstraining!
Diese Yogavideos kann ich dir sehr empfehlen und das ist meine liebste Yogamatte.*
Bei großer psychischer Belastung, egal ob Auslöser oder Folge, solltest du dich an eine Psychotherapeut*in wenden.

Traditionelle chinesische Medizin

Kräutertherapie, Akupunktur, Moxen, Tuina, Ernährung…. die TCM ist sehr umfassend und betrachtet den ganzen Körper, nicht nur deine Blase. Ich beschäftige mich viel damit, und finde es sehr spannend. Wenn du Interesse hast, dich einzulesen und Hilfe aus dieser Ecke zu finden, schau dir mal folgende Links an:
Podcast zum Thema HWI von Anna Reschreiter
Ebook Frauengesundheit von Anna Reschreiter*
Blogbeitrag zum Thema Blase von Katharina Ziegelbauer
Kurs für deine Nierenenergie – Anshen Zentrum 
Auch eine Behandlung im Anshen-Zentrum kann ich sehr empfehlen, genauso wie das Buch* von Dr. Po Minar.

pflanzliche Helferleins

Ich habe einiges an Preiselbeerprodukten getestet, manche haben gefühlsmäßig gut geholfen, aber mein Magen verträgt vieles nicht so gut.
Seit 2 Jahren nehme ich IMMER nach dem Sex 3 Kapseln von diesem Produkt.*
Auch Tees für die Blase trinke ich immer wieder mal, auch wenn ich keine Beschwerden habe.
Wissenschaftlich gibt es keinen Nachweis, dass Preiselbeerprodukte helfen, trotzdem höre ich sehr viel Positives darüber.

Was habe ich geändert? Was mache ich jetzt anders?
  • Ernährung: frisch gekocht, am besten 3x täglich warmes Essen
  • ausreichend warmes Wasser trinken
  • regelmäßige osteopathische Behandlungen (größere Abstände)
  • IMMER Caps hydro* nach dem Sex
  • nach dem Schwimmen sofort Kleidung wechseln, egal wie warm es ist
  • Vagisan-Zäpfchen* für die Unterstützung der Scheidenflora, vor allem wenn ich viel schwimmen gehe
  • Unterhemd tragen, warme Socken*
  • regelmäßige Bewegung, ohne den Körper zu überfordern
  • Stress reduzieren bzw mit Übungen gezielt entspannen
  • Beckenboden entspannen
  • keine zu engen Hosen tragen, Unterhosen aus atmungsaktiven Material und keine Stringtangas

Das ist jetzt länger geworden, als gedacht. 🙂 Ich hoffe, es ist bisschen was Neues für dich dabei und hilft dir, deine Blasenentzündungen „abzuschaffen“. Braucht echt kein Mensch!

 

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Titelbild ProVersion von Canva

 

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