Beschwerden in der Frühschwangerschaft

Fast jede Schwangere bekommt im Verlauf der Schwangerschaft irgendwann einmal Beschwerden mit dem Rücken, dem Kreuz-Darmbein-Gelenk, der Symphyse, der Atmung, Sodbrennen, Verstopfung…. Viele Veränderungen sind spürbar, manche machen Angst, andere sind bekannt.
Ich ersten Teil der Artikelreihe möchte ich dir einen Überblick geben, was sich im ersten Trimester so alles verändert, warum der Körper wie reagiert und wie du deinen Körper unterstützen kannst.
Ich hoffe, dass du  mit diesem Wissen mehr Sicherheit bekommst, besser einschätzen kannst was denn „normal“ ist und deinen Körper besser verstehen lernst!

Befruchtung und einnistung

Nach der Befruchtung und Einnistung der Eizelle reagiert dein Körper sofort damit, Hormone zu produzieren (vor allem HCG und Progesteron). Diese Hormone sind wichtig, um die Schwangerschaft zu erhalten und fördern schon jetzt die Durchblutung deiner Gebärmutter, dein Gewebe wird schon etwas weicher und die glatte Muskulatur entspannt.

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Es ist viel Veränderung im Gange, die du auch schon spüren kannst.
Viele Frauen haben in der Zeit der Einnistung leichte Unterleibskrämpfe oder auch eine leichte Einnistungsblutung. Auch ein Spannen der Brüste kann eintreten, das einigen wahrscheinlich auch kurz vor der Regelblutung bekannt ist.

Mögliche Beschwerden und Linderung

Beschwerden wie Übelkeit, Geruchsempfindlichkeit und ausgefallene Essensgelüste sind bekannt. Wobei man auch sagen muss, dass es viele Frauen gibt, die diese Schwangerschaftssymptome nicht haben.
⇒Versuche regelmäßig zu essen, was Heißhunger etwas vorbeugen kann. Hör auf deinen Körper und gib den Gelüsten auch mal nach. Ich hatte zB einige Tage lang nur Schinken-Käse-Toast als Abendessen, was ich sonst nie esse.
⇒ Bei Übelkeit kann es sein, dass dir Essen hilft. Warte in der Früh nicht zu lange mit dem Frühstück. Auch Kaugummi kauen kann leichte Übelkeit lindern.


Müdigkeit: Dein Körper ist jetzt damit beschäftigt, das Blutvolumen zu steigern. Durch die Entspannung der glatten Muskulatur erweitern sich deine Blutgefäße, was deinen Blutdruck sinken lässt.
⇒ Gib deinem Körper viel Ruhe und Erholung, aber auch regelmäßig moderate Bewegung an der frischen Luft. Achte auf genügend Flüssigkeitszufuhr!

Kreuzschmerzen: Deine Gebärmutter verdickt sich langsam und muss sich neu ausrichten. Das kann, über die Bandstrukturen, Schmerzen im Kreuz auslösen. Auch frühere Stürze auf das Steißbein können sich jetzt wieder melden.
⇒ Lockeres Bewegen und sanfte Wärme auf Bauch und Rücken können Linderung verschaffen!

Unterleibsschmerzen: Es kann Anfangs auch immer wieder mal zu ziehen oder leichten Krämpfen im Unterbauch kommen. Auch alte Narben können reagieren. Solltest du starke Schmerzen haben, kontaktiere deine:n Ärzt:in.
⇒ Wärme, Ruhe und ruhige Bauchatmung können gut vorbeugen und entspannen. In diesem Video findest du Übungen für die Atmung.

Sodbrennen: Die Muskulatur deines Verdauungstraktes (glatte Muskulatur) wird lockerer. Das kann auch dazu führen, dass der Mageneingang nicht ausreichend schließt und du zu Sodbrennen neigst.
⇒ Verzichte auf reizende Speisen und zu große Portionen. Da musst du wahrscheinlich auch herausfinden, was du gut verträgst und was weniger. Bei mir war das Sodbrennen oft nach dem Essen besser als davor.
⇒ Mir hat mein Arzt diese Kautabletten* verschrieben, die man auch in der Schwangerschaft nehmen kann. Ich habe die Tabletten lieber gelutscht statt gekaut. Halte aber bitte Rücksprache mit deiner Ärztin ob du sie nehmen darfst.


Verstopfung: Deine glatte Muskulatur entspannt durch den hormonellen Einfluss. Das kann die Darmperistaltik verringern.
⇒ Achte auf ballaststoffreiche Ernährung und genügend Flüssigkeit. Auch Bewegung und eine gute Bauchatmung fördern die Verdauung! Dieses Produkt* wird auch gerne verwendet, um die Verdauung zu regulieren.

Häufiger Harndrang: deine Nierentätigkeit wird durch die Hormone angeregt und du musst öfter zur Toilette.
⇒ achte trotzdem darauf, dass du ausreichend Wasser trinkst!

Emotionale Themen

Natürlich spielt auch unsere Psyche eine große Rolle, ob Beschwerden auftreten und wie wir mit Beschwerden umgehen können.
Es tauchen vermutlich bei allen werdenden Eltern Unsicherheiten und Ängste auf. Gerade zu Beginn will man die Schwangerschaft noch nicht groß hinausposaunen, trotzdem tut es gut, sich einer Freundin anzuvertrauen und mit jemanden außerhalb der Partnerschaft reden zu können!
Bist du in der Schwangerschaft ohne Partner, ist es noch wichtiger, dir Unterstützung zu holen. Wir alle brauchen immer wieder mal Hilfe, ein offenes Ohr oder auch mal ein paar aufrüttelnde Worte.

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Ich hoffe, du kannst dir einige Tipps für deine Frühschwangerschaft mitnehmen und die Zeit bestmöglich genießen.
Hast du in deiner Frühschwangerschaft Beschwerden, die ich jetzt nicht aufgezählt habe? Lass es uns gerne in die Kommentare wissen.

 

Beitragsbild von Julia Fiedler auf Pixabay

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